1.
Fangen Sie frühzeitig mit der Vorbereitung der Praxisnachfolge an (3- 5 Jahre vor gewünschtem Abgabestichtag!). Ein Praxisverkauf ist ein komplexes Unterfangen, in welches auch Dritte (Vermieter, Banken, Personal) miteinbezogen werden müssen. Häufig scheitern Praxiskäufe auch an wirtschaftlichen oder gar menschlichen Differenzen. Nicht immer sind die ersten Interessenten gleich die richtigen, zumal Interessenten zu Beginn der Verhandlungen meist noch nicht einmal eine Finanzierungszusage vorlegen können. Unbedingt vermieden werden sollte ein Notverkauf unter Zeitdruck.

2.
Überlegen Sie sich, ob und wie Sie nach der Praxisabgabe noch tätig sein wollen oder sogar müssen. Hierbei sind etwaige Wettbewerbsverbote zu bedenken, die in Praxiskaufverträgen regelmäßig enthalten sind. Auch sollte nach dem Praxisverkauf möglichst nur noch eine Angestelltentätigkeit ausgeübt werden, da sonst wichtige Steuerprivilegierungen im Zusammenhang mit der Praxisveräußerung wegfallen können.

3.
Wenn Sie Mitglied einer Berufsausübungsgemeinschaft oder MVZ-Gesellschafter sind: Wägen Sie sorgfältig ein Abfindungsszenario (die anderen Gesellschafter zahlen Sie aus) gegen eine Anteilsveräußerung (neuer Käufer zahlt für Ihren Sitz/Anteil) ab